Ein wichtiges und auch sehr beliebtes Futtermittel für See und auch Süßwasserfische ist der Kiemenfußkrebs Artemia. Aus der heutigen Fischzucht ist er, wegen seines hohen Nährwertgehalts, nichtmehr wegzudenken. Gezüchtet wird er in Aquarien, verfüttert wird er aber zumeist in getrocknetem oder gefrorenem Zustand. Durch die große Widerstandskraft des Artemia besitzt er eine hohe Lebensfähigkeit. 


Körpereigenschaften des Artemia

10 mm Körpergröße erreichen Erwachsene Artemiakrebse. Die Farbe des Körpers kann variieren, von leicht grünlich bis zu intensiv rot. Dies ist abhängig vom Futter und von der Sauerstoffkonzentration des Wassers. In der Regel besitzt der Artemia 15 Körpersegmente. Daran wachsen, in regelmäßigen Abständen, 11 blattförmige Beinpaare. An jeder Seite des Kopfes befindet sich ein Komplexauge, diese dienen zur Sinneswahrnehmung. Je nach Geschlecht des Artemia besitzt er ein paar unterschiedliche Antennen. Dem Männchen dienen diese dazu, das Weibchen während der Kopulation zu fixieren. Da die Artemien Rückenschwimmer sind, schwimmen sie mit der Körperunterseite nach oben. Dadurch filtern sie die Nahrung mithilfe ihrer behaarten Beine aus dem Wasser. Bei Gewässern mit Nahrungsüberschuss findet man in den Exkrementen der Krebse große Anteile an un- und halb verdauten Stoffen. Im Bedarfsfall dient dieses den Krebsen als Nahrungsreserve. 

 

Lebensraum der Kiemenfußkrebse

Die Krebse leben in Gewässern, die Chlorid-, Sulfat- und Karbonat haltig sind. Der Salzgehalt sollte 300 Promille erreichen, das sind 300 Gramm Salz in 1 Liter Wasser. Geeignet sind Artemia Krebse auch als Lebendfutter für Süßwasserfische, da sie für eine kurze Zeit auch im Süßwasser überlebensfähig sind. Gerade bei den Temperaturunterschieden der Gewässer zeigt sich die ausgeprägte Überlebensfähigkeit der Artemia. Teilweise gehen die Schwankungen im Jahresverlauf von -20 bis zu +30 Grad. Die optimale Umgebungstemperatur liegt allerdings bei 25-28 °C in der aktiven Lebensphase. Es gibt auch bekannte Fälle, in denen die eingefrorenen Krebse wieder lebten, nachdem sie aufgetaut waren. 


Aufzucht zu Fütterungszwecken

Hauptnahrungsmittel des Krebses sind Algen, Bakterien und Einzeller. Wird der Artemia zur Verfütterung unter Hausbedingungen gezüchtet, muss darauf geachtet werden, dass die frisch geschlüpften Nauplien in ein separates Gefäß kommen und dort großgezogen werden. Geeignete Nahrung hierbei ist zum Beispiel Backhefe, die ins Wasser hinzugefügt werden sollte, bis sich in diesem eine leichte Verfärbung bildet. Erst wenn sich das Wasser wieder aufgeklart hat, ist eine nächste Fütterung notwendig. Sowohl für Nauplien als auch für ausgewachsene Artemiakrebse eignen sich auch Mikroalgen in verschiedenster Form als Nahrungsmittel, zum Beispiel als pastenförmige Masse, lebend oder getrocknet.

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