Die Wahl des adäquaten Futters ist entscheidend für Gesundheit und Wohlbefinden Ihrer Aquarienbewohner. Das Angebot ist riesig, nicht nur im Zoofachhandel, auch in Supermärkten und Drogerien. Die geeignete Zierfischnahrung zu finden ist nicht einfach, denn die verschiedenen Zierfischarten haben auch unterschiedliche Ansprüche.
 
Zierfische werden übergeordnet in vier Gruppen klassifiziert: Fleischfresser (Karnivore), Pflanzenfresser (Herbivore), Aufwuchsfresser (Limnivore) und Allesfresser (Omnivore).
 
Das Verdauungssystem der meisten Fischarten ist auf die jeweilige Ernährungsform ausgerichtet und verwertet artfremdes Futter in größeren Mengen nicht ausreichend, wobei die Allesfresser weniger heikel sind. Mischformen kommen ebenfalls häufig vor. Unsere Aquarien sind überwiegend Gesellschaftsbecken, in denen mehrere Fischarten gepflegt werden, die in dieser Vielfalt und Zusammensetzung in der Natur nicht vorkommen. Die richtige Futterzusammensetzung, möglichst abwechslungsreich und vielseitig, ist daher entscheidend. 
 

1. Fleischfresser 

Beispiel: einige Barscharten, Piranhas, Beilfische, Kampffische
Wichtig ist proteinreiche Nahrung, angepasst an die Größe Ihrer Fische, in Form von Lebend- oder Frostfutter. Kleinere Fische, Wasserflöhe, Mückenlarven, Insekten, Salinenkrebschen sind zum Beispiel gut geeignet. Bitte lassen Sie Frostfutter vor dem Verfüttern in einem Sieb auftauen, damit das Auftauwasser nicht das Becken verunreinigt bzw. das Eis empfindlichen Fischsorten schadet. Langsam sinkendes Flocken- und Granulatfutter, das hauptsächlich aus zerkleinerten Fischen und Krebsen besteht, wird nach Gewöhnung ebenfalls akzeptiert. Futtertabletten, die an der Aquarienscheibe haften, werden von vielen Fischen gerne gefressen.
 

2. Pflanzenfresser 

Beispiel: Black Mollys, Tropheus-Buntbarsche, einige Welsarten
Hauptbestandteil der Nahrung ist Pflanzenprotein. Pflanzenfresser "grasen" gerne manche Algensorten von den Aquarienscheiben und Einrichtungsgegenständen ab und sind deshalb nützliche Bewohner. Dennoch müssen sie zusätzliches Futter erhalten. Jedes Trocken- und Tablettenfutter, das auf pflanzlicher Basis hergestellt wurde, ist geeignet. Bodenbewohnende Welse lieben Futtertabletten, die zu Boden sinken. Zusätzlich können Sie Seegras oder Algen anbieten, die im Zoofachhandel erhältlich sind. Mit Steinen beschwerte Gurkenstückchen werden gern genommen, müssen aber spätestens nach einem Tag aus dem Wasser entfernt werden. 
 

3. Allesfresser 

Beispiel: Fadenfische, Schwertträger, Goldfische 
Die Allesfresser bilden die größte Gruppe. Die Nahrung sollte eine ausgewogene Mischung der unter 1. und 2. genannten Futtermittel bieten.
 

4. Aufwuchsfresser

Beispiel: einige Cichliden, Hexenwelse
Fische, die sich auf diese besondere Art ernähren, fressen den Bewuchs (= Aufwuchs) von Steinen, Wurzeln und anderen Gegenständen ab. Der in den darauf wachsenden Algen vorhandene Mikroorganismus enthält Kleinstlebewesen und Bakterien. Daher sind sie keine reinen Pflanzenfresser und sollten überwiegend mit Spirulinaalgen sowie ein- bis zweimal wöchentlich mit eiweißhaltiger Kost ernährt werden. 
 
Die richtige Futterform wird auf die spezifische Fischart abgestimmt, also lange oben schwimmendes Futter für Oberflächenfische, schneller sinkendes für Bewohner der mittleren Wasserregion und sofort niedergehende Futtertabletten für am Boden lebende Fische. 
 
Der häufigste Fehler, der wohl jedem Aquarianer schon passiert ist, ist die Überfütterung. Durch den Nährstoffüberschuss im Wasser bilden sich schnell Algen und das Wasser wird trüb, die Gefahr von Fischkrankheiten wächst. 
 
Generell ist eine zwei- bis dreimalige tägliche Fütterung mit kleinen Mengen wesentlich besser, als einmal am Tag viel zu füttern. Ein Fastentag pro Woche bekommt vielen Fischen gut, da sie in der Natur auch nicht ständig Nahrung finden. Bei Jungfischen und einigen Fischarten ist dies aber tabu, weil sie in kurzen Abständen Futter benötigen.

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